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  1. Migration und Feminismus: Grenzen und Gemeinsamkeiten

    Als im Februar 2005 die 23-jährige Kurdin Hatun Sürücü in Berlin von ihrem Bruder ermordet wurde, begann in Deutschland eine breite Diskussion über die Unterdrückung von Frauen im Islam. Seitdem bestätigen auch Publikationen der Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek über Zwangsverheiratung, öffentliche Auftritte der Frauenrechts-Anwältin Seyran Ates, Veröffentlichungen der Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali und Äußerungen der Kopftuchgegnerin Alice Schwarzer immer wieder das Bild der „durch Patriarchat und Religion unterdrückten und unemanzipierten Muslimin“. In der deutschen Öffentlichkeit wird seit 2008 unter dem Label "neuer Feminismus"– angekurbelt durch Publikationen wie die "Alphamädchen", Charlotte Roches "Feuchtgebiete" oder Jana Hensel und Elisabeth Raethers "Neue deutsche Mädchen" – wieder verstärkt über Gleichberechtigung diskutiert. Doch Migrantinnen tauchen in dieser Debatte bis heute nur selten auf. Sie scheinen sich eher als Munition für antiislamische Ressentiments zu eignen und der Migrations- und Integrationsdebatte immer wieder neues Futter zu geben. Denn über Migrantinnen – und nur ganz selten mit ihnen - wird in Talkshows und auf Podiumsdiskussionen nur unter der Überschrift „Integrationsdebatte“ geredet. Feminismus spielt dabei selten eine Rolle.

    —Huffduffed by korbinian