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Huffduffed (313)

  1. WR268 Fimose Bilder | WRINT: Wer redet ist nicht tot

     

    Chris Marquardt (Discover the Top Floor, Happyshooting) ist immer noch so freundlich, mir das mit dem Fotografieren zu erklären. Diesmal geht es um Regeln, die letzte Sendung hatte mich anscheinend aber so verwirrt, dass mein Hirn sie wiederholen wollte, was wir anfangs auch tun und nochmal übers Histogramm und HDR reden. Dann geht es damit weiter, dass wir einen Workshop zu planen planen, wir reden über das Tonemapping, Lightroom, Photoshop, TIFF-Dateien, den Pixelmator, Holgis erste Kamera Bilora Bilomatic, über Blitzwürfel, den goldenen Schnitt, den goldenen Winkel und die goldene Spirale, den goldenen Jingle (mp3), die Drittel-Regel, Grand Budapest Hotel, Kinder und Hunde, die Verlängerung von Linien zwischen Vorder- und Hintergrund, ich lerne einige Kniffe der Portraitfotografie (Kinnpartie, Catchlights in den Augen, Nasenrichtung, Augengröße, Brennweite, Weitwinkel macht Nase groß) und wir merken uns: Unterm Knie schneide nie! Und: Sei kühn! Außerdem gibt es noch zwei Webseiten mit Essen (Kruste und Krümel, Trudels himmlisches Backbuch) und ein mit Arschlöchern.

    Erwähnte Bilder:Vanilla Porter, Rain over Reykjavik, Pebble 1, Aurora, Seljalandsfoss II, Pebble 2, 

    Podcast: Download (Duration: 1:34:03 — 43.1MB)Subscribe: Android | RSS

    https://wrint.de/2014/03/14/wr268-fimose-bilder-zum-thema-fotografie/

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  2. WR453 Manuelle Belichtung | WRINT: Wer redet ist nicht tot

    @Robert_2:

    Dem kann ich vollkommen zustimmen. Selbst Einsteiger-DSLRs können sehr gute Ergebnisse produzieren und jede Marke hat gewisse Vor -und Nachteile die sich aber nur in sehr spezifischen Details bemerkbar machen. So verbaut Nikon „bessere“ Sensoren, bietet aber im niedrigen Preissegment weitaus weniger interessante Objektive als z.B. Canon. Da bekomme ich ein sehr gutes 50mm 1.8 gebraucht für 50 €. Da stellt sich dann schon die Frage ob ich weitaus mehr in Objektive investieren möchte um den Sensor überhaupt weitgehend ausnutzen zu können. Ich vermute, dass man mit einem „schlechteren“ Sensor und einem „guten“ Objektiv bessere Ergebnisse erzielt als mit dem umgekehrten Setup. Gerade bei sehr hochwertigen Sensoren kann kaum eine Linse die entsprechende Auflösung liefern. Für ein bisschen mehr Qualität der Linse muss wesentlich mehr investiert werden….Eigentlich kann man zur jeder Marke greifen ohne einen Fehlkauf zu tätigen. Auch ältere Modelle liefern meist eine gleiche/ähnliche Qualität. Entweder werden sowieso die gleichen Sensoren wie bei neueren Modellen verbaut oder die Weiterentwicklung der neuen Sensoren ist so gering, dass man es kaum bemerkt. Sobald also jemand behauptet man bräuchte diese Marke, dieses Modell und dieses Objektiv, sollte man einfach weghören.

    ————————————

    Wieder eine schöne Folge. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die 100D gerade bei hoher ISO stark zur Überlichtung neigt. Ab ISO 1600 fotografiere ich immer mit EV -1 und erziele damit spürbar bessere Ergebnisse. Auch bei starken Helligskeitskontrasten (dunkler Wald, heller Himmel) belichte ich lieber unter da ansonsten ein Großteil der Informationen im hellen Bereich wegbrechen. Dann muss man ein etwas stärkeres Rauschen im dunklen Bereich hinnehmen – immer noch besser als ein großer weisser Fleck im Himmel…Ich wundere mich, dass nicht einmal ansatzweise auf HDR eingegangen wurde. Selbst der beste Sensor hat einen zu geringen Dynamikumfang um starke Kontraste an beiden Enden der Skala gut abzubilden. Bereits mit 3 unterschiedlich belichteten Bildern und z.B. der automatischen HDR-Funktion von Lightroom 6 sieht das Ergebnis schon wesentlich besser aus. MIt ein bisschen Nachbearbeitung sehen die Bilder recht natürlich aus.

    https://wrint.de/2015/07/04/wr453-manuelle-belichtung/

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  3. Nach der AfD – Franziska Schreiber

    "Inside AfD - Der Bericht einer Aussteigerin" heißt das Buch, in dem die Autorin Franziska Schreiber von ihrer vierjährigen Zeit in der AfD berichtet. Während ihrer Mitgliedschaft war sie Vorstandsmitglied der "Jungen Alternative", der Jugendorganisation der Partei, und stand in dieser Funktion für rechtspopulistische und rechtsextreme Politik, die sie heute nach eigenen Angaben tief bereut. Seit ihrem Austritt engagiert sich Schreiber gegen rassistische, sexistische und intolerante Strömungen in der Gesellschaft und versucht anhand ihrer eigenen Biographie auf die gefährlichen Prozesse aufmerksam zu machen, die aus ihrer Sicht die bisherigen Wahlerfolge der Partei begründen.

    Zur Podcast-Episodenseite:

    viertausendhertz.de/ef21

    https://viertausendhertz.de/ef21/

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  4. Da gehen wir nicht mehr hin - SWR2 Feature - SWR Mediathek

    Wolfram Siebecks Restaurantverisse | Von Ulrich Gerhardt | 36 Audio-Cassetten mit spontanen Restaurantverrissen hinterließ der Gastrokritiker Wolfram Siebeck

    bei seinem Tod 2016. Dokumente des Leidens, Dokumente der Leidenschaft, voller Humor und voller Furor.

    https://swrmediathek.de/player.htm?show=a5487990-7b84-11e8-9c74-005056a12b4c

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  5. CRE209 Das Linux System | CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft

    Vielen Dank für die Folge, die bei mir gleich mehrere Nerven getroffen hat.

    Ich verwende Lennarts Schöpfungen sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Server und weis die Features und

    die hohen Ansprüche, die offensichtlich bei der Umsetzung angesetzt werden sehr zu schätzen. Avahi ist super, an Pulseaudio mag ich vor allem die Netzwerk-Features und auch Systemd bietet viel interessantes.

    Trotzdem gehörte ich grad bei Pulseaudio und Systemd klar zu den Skeptikern, da vor Allem Pulseaudio für mich Probleme mit sich brachte, die ich davor nicht hatte.

    Die Situation ist bei mir etwas speziell, da ich blind und somit auf einen Screenreader angewiesen bin um mit dem Computer zu arbeiten. Im Desktopbereich ist Orca der Screenreader für Linux. Orca ist ein Gnome-Projekt und ist auf ein Accessibility-API angewiesen, um überhaupt die nötigen Informationen vom System zu bekommen. Das Anwendungs-Toolkit (GTK, Qt, etc.) wiederum muß die nötigen Informationen über das Accessibility-API (AT-SPI) bereitstellen. Das hat zur Folge, daß beispielsweise Programme die SDL für das UI verwenden überhaupt nicht zugänglich sind, weil SDL keine Anbindung an AT-SPI2 beinhaltet. Bei Qt hat sich die Situation in den letzten Jahren sehr verbessert, vorher waren auch Qt-Anwendungen nicht zugänglich.

    Jedenfalls gibt es immer noch reichlich graphische Programme, die ich nur mit Einschränkungen oder gar nicht bedienen kann, daher verbringe ich noch immer sehr viel Zeit auf Text-Terminals. Ein graphisches Terminal ist kein Ersatz, da graphische Screenreader nur extrem eingeschränkt für das arbeiten mit textbasierten Programmen taugen. Da ein graphischer Screenreader auf der Textkonsole nicht einsetzbar ist, verwende ich dafür noch einen zweiten Screenreader parallel, der nur auf der Textkonsole aktiv ist, mir wiederum aber auf dem graphischen Desktop nix bringt. Im Textmodus gibt es kein API, der Screenreader holt sich die Informationen über die entsprechenden VT-Schnittstellen des Kernels, was leider als Root passieren muß, zumindest hat noch niemand einen Weg mit weniger privilegierten Rechten gefunden. Das Teil muß also als Root laufen. Mit Pulseaudio gab es nun plötzlich das Problem, daß als Root keine Audioausgabe und somit keine Sprachausgabe mehr möglich war. Vom Sicherheitsaspekt her mag das wohl begründet sein, aber von einem sicheren Rechner ohne Sprachausgabe hab ich auch nix. Es gibt verschiedene Workarounds, aber eine zufriedenstellende Lösung für das Problem hab ich bislang noch nicht. Generell ist die Einschränkung, daß lediglich ein User gleichzeitig

    die Hoheit über die Soundkarte hat, an vielen Stellen ein Problem für mich. Pulseaudio bringt tolle Features und klare Vorteile mit, für mich ist das System dadurch jedoch wesentlich komplizierter handhabbar geworden als nur mit ALSA – und Streams mixen konnte das auch schon.

    Auf Systemd hab ich gewechselt, als Gnome es verlangt hat, was sich damals schon nach Zwangsmaßnahme angefühlt hat. Lennart hat es auf den Punkt gebracht, die Bootkonfiguration ist etwas, womit man sich aus der Notwendigkeit heraus beschäftigt und froh ist, wenn alles läuft, da möchte man sich ungerne “grundlos” neu reinarbeiten und nimmt dann auch die Ausweitung vom eigentlichen Boot-Management aufs Loggin, Networking, usw. als Vereinnahmung wahr.

    Emotional reagiere ich generell auf die Desktopisierung, also das “moderne” Konzepte oder Schnittstellen gefühlt fast ausschließlich für den Einsatz mit dem graphischen Desktop konzipiert werden. Das Pairing mit einem Bluetooth-Device war bis vor nicht all zu langer Zeit außerhalb von graphischen Umgebungen ein Graus und auch der Session-Bus von Dbus setzt ein laufendes X voraus. Von Gnupg2 und Pinentry mag ich gar nicht anfangen. Und wenn ich dann unter anderem von Lennart auf der Pulseaudio-Mailing-Liste lese, daß Text-Terminals eh noch nur maximal zum Debugging eingesetzt werden sollten und eigentlich per Default deaktiviert gehören, kommen halt im ersten Moment auch Systemd und Pulseaudio gleich in diese Schublade. Im Fall von Systemd waren meine Befürchtungen zum Glück nicht gerechtfertigt und

    bei Pulseaudio sind die Einschränkungen außerhalb der X-Umgebung technisch bedingt und die Steuerung ist immerhin grundsätzlich möglich.

    Der nächste Brocken wird wohl Wayland werden, da es bei den vielen Zöpfen die abgeschnitten werden gleich auch die erwischt, die für das Accessibility-Framework benötigt werden. Es gibt Entwickler in dem Bereich, die sich wirklich ins Zeug legen, aber deren Zahl ist leider überschaubar. Mit den 95 Prozent, für die es problemlos funktioniert, ist mir nicht geholfen, wenn ich zu den anderen 5 gehöre.

    Im Schlimmsten Fall werden die ersten Distris die Wayland als Default ausliefern erst mal überhaupt nicht zugänglich sein. Das fühlt sich dann schon manchmal wie ein frustrierender Kampf gegen Windmühlen an.

    Gerade darum bin ich froh, wenn ich wenigstens nachvollziehbare und überzeugende Erklärungen für solche Umstellungen habe, dafür vielen Dank an Lennart und Tim.

    https://cre.fm/cre209-das-linux-system

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  6. WR473 Arnd Erbel – Freibäcker | WRINT: Wer redet ist nicht tot

    Ein großartiger Gesprächspartner, den du da ausgesucht hast. Das ist eine feine Folge geworden, auf die ich mich schon länger gefreut habe. Das war die Reise/Mühen auf jeden Fall wert. Dank ist per Überweisung raus.

    Vielen Dank auch und vor allem an Arnd Ebel für dieses bodenständige Gespräch über Brot!

    Was man vielleicht hätte ein wenig anders machen können: sich ein Brot(Rezept) von Arnd Ebel von Anfang bis Ende erklären lassen. So hätte man am Ende zu mind Mengen Angaben, mit denen jeder selbst versuchen kann. Vielleicht

    war aber auch das Mäandern nicht so verkehrt – du hast auf jeden Fall gute Fragen gestellt und das Gespräch war ein „freies“ Gespräch, kein künstliches. Das ist ja am Ende mehr wert.

    Wenn man ein Jahr Brot Backen per learning by doing hinter sich hat, muss man schon ein wenig grinsen, wie sehr zwischen den einzelnen Begrifflichkeiten hin und her gewechselt wird. Es könnte aber vielleicht das Gefühl bleiben, dass es nun doch nicht nur 1kg Mehl und 700ml Wasser sind, die man irgendwie zusammen bekommen muss. Da gibt es dann noch diesen Sauerteig und Vorteig und Hefe und … vielleicht gehe ich doch lieber zum Aufbackbäcker.

    Doch über das Hin und Her habt ihr extrem viele Themen rund ums Backen angeschnitten – es bleibt das Gefühl, die gedankliche Tiefe und Verbundenheit, die Herr Ebel mit seiner tagtäglichen Arbeit verbindet, kennen gelernt zu haben. Schön, dass es solche Bäcker gibt – schade, dass es so wenige sind.

    Also eigentlich fände ich noch ein Folge gut: Holgi backt selbst Brot mit Arnd Ebel – gerne auch als extra long edition mit all dem Fluchen über das fehlende Teiggefühl 🙂 (und mind einen richtig feuchten Brotteig). Ich stells mir sehr lustig vor, Arnd Ebel ist da bestimmt der passende Kontrapunkt zu dir.

    https://wrint.de/2015/09/12/wr473-arnd-erbel-freibaecker/

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  7. Heribert Prantl zur Causa Maaßen – “Es hat jeder verloren” | detektor.fm

    Hans-Georg Maaßen muss seinen Posten als Verfassungsschutzpräsident räumen und wird befördert. Muss man diese Politik verstehen?

    https://detektor.fm/politik/heribert-prantl-zur-causa-maassen

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  8. RES141 Das Mikrobiom des Darms – Resonator

    Till Strowig. Bild: HZIBis zu 1000 Verschiedene Mikroorganismen leben auf und in unserem Körper. Till Strowig ist Leiter der Nachwuchsforschergruppe Mikrobielle Immunregulation am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und richtet besonderes Augenmerk auf das Mikrobiom des Darms, das mit anderen Organen unseres Körpers in Wechselwirkung steht.

    Darin: Immunsystem – Mikroben – Infektionen – Darm – Darmepithel – Resorption – Bakterien – Pilze – Archaea – Fermentation – DNA – Forensik – Salmonella – Leber – Gehirn – Lymphflüssigkeit – Fresszellen – Phagosomen – Aminosäuren –  Mucusschicht – Morbus Crohn – Colitis ulcerosa – Antigene – Bifidobakterien – Lactobazillen – Ballaststoffe – Enzyme – Kurzkettige Fettsäuren – Leaky-gut-Syndrom – Vitamine – Präbiotika – Pektin – Inulin – Autoinflammation – Neurodegenerative Erkrankungen – Molekulare Mimikry – Adjuvans – Stuhltransplantation – Colostridium difficile – Gallensalze – Diabetes – Personalized Nutrition Project (Blutzucker-Spikes) – Zucker – Kohlenhydrate – Darm mit Charme.

    Download:

    mp3 (39 MB)    

    m4a (31 MB)    

    opus (20 MB)    

    Veröffentlicht am 13.09.2018

    Dauer:

    1 Stunde

    23 Minuten

    Lizenz: CC-BY 4.0

    Downloads: 0

    Themen:  

    Immunsystem  

    HZI  

    Ernährung  

    DNA  

    Gesundheit  

    Biologie  

    Diese Folge zitieren: Holger Klein/Helmholtz-Gemeinschaft: Resonator-Podcast: "RES141 Das Mikrobiom des Darms". 13.09.2018, https://resonator-podcast.de/2018/res141-das-mikrobiom-des-darms/ (CC-BY 4.0)

    Impressum | Datenschutz

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    https://resonator-podcast.de/2018/res141-das-mikrobiom-des-darms/

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  9. LdN109 Chemnitz, Organspende, Mietpreisbremse, Nowitschok-Attacke, Türkei, Meşale Tolu | Lage der Nation

    Zum Thema Organe muss ich mal etwas loswerden:

    Ich finde ein viel zu wenig (bzw. geradezu ignoriertes) Thema ist die Frage, warum es sich eigentlich zwingend um Spenden handeln muss. Nieren, aber auch teile der Leber (die dann nachwächst!) und beispielsweise eine Lunge können von einer lebenden Person abgegeben werden, ohne selbst zu sterben (organdonor.gov/about/process/living-donation.html). Da stellt sich natürlich die Frage warum es Ende 2017 in Deutschland 7620 Menschen gab, die auf eine Niere warteten. Wie kommt es, dass in einem Land von 80 Millionen Menschen, die nahezu alle eine Niere haben, die sie abgeben könnten, so viele Menschen (größtenteils seit Jahren) auf ein lebenswichtiges Organ warten, während sie sich jede noch so banale Sache, die sie im Alltag brauchen, jederzeit besorgen können?

    Die Antwort ist meiner Meinung nach ganz klar: Es gibt keinen (legalen) Markt. Was sicherlich für viele zunächst wie eine absolut erschreckende Antwort klingen mag, würde meines Erachtens sehr viel mehr Leben retten. Auch in Spanien gibt es noch immer Menschen, die auf Organe warten. Würde man aber einen Markt einführen, gäbe es sicherlich mehr Leute, die bereit wären Nieren abzugeben. Der Eingriff ist zwar nicht extrem gefährlich, aber ein Risiko ist es trotzdem. Eine monetäre Kompensation für dieses Risiko würde die Anzahl an verfügbaren Nieren erhöhen, genauso wie ein höheres Gehalt tendenziell die Anzahl an Bewerbern auch erhöht. Derzeit ist der Preis für eine Niere (und für jedes andere Organ) aber 0€, somit ist das Angebot winzig.

    Nun wird es sicherlich viele geben, die akzeptieren, dass ein solcher Markt mehr Nieren zur Verfügung stellen würde, aber die sich um die andere Seite sorgen. Würden wir durch einen solchen Markt Leute ausbeuten? Ein Beispiel: Herr Müller hat einen eigenen Laden, der allerdings nicht so gut läuft. Er macht zwar noch Gewinn, aber nicht genug um das teure Auslandsstudium seiner Tochter zu finanzieren. Wenn es nun einen Markt gäbe, könnte er seine Niere für 40000€ verkaufen, damit er das Studium bis zum Ende finanzieren kann. Danach reichen ihm die Gewinne für sich und seine Frau aus und die Tochter hat bald ihren eigenen Job. Wird Herr Müller dadurch ausgebeutet? Die entscheidende Frage ist, was er denn machen würde, wenn es (wie derzeit) keinen Markt gäbe. Ohne das jetzt zu konkretisieren ist klar: Er müsste sich eine andere Lösung suchen. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Diese Lösung steht ihm auch dann noch zur Verfügung, wenn es einen Markt für Organe gibt. Der einzige Fall, in dem Herr Müller seine Niere tatsächlich verkauft ist, wenn er der Meinung ist, dass die andere Alternative für ihn schlechter ist. Durch das erlauben eines Marktes wird lediglich eine weitere Tür geöffnet, es wird keine geschlossen. Man kann dann so viel Aufklärung betreiben wie man will, wenn Herr Müller immer noch der Meinung ist, die beste Lösung für ihn ist es seine Niere zu verkaufen, dann sollte Herr Müller auch jedes Recht dazu haben. Man sollte sich nicht selbst einreden, dass man ihm dadurch einen Gefallen machen würde, wenn man ihm diese Option wegnehmen würde.

    Kernproblem bei dieser ganzen Thematik ist meiner Meinung nach dieses Bedürfnis nach einer absoluten moralischen Reinheit, bei der Organe bloß nicht aus Eigeninteresse abgegeben werden dürfen. Das ist aber recht absurd, denn der Arzt wird bezahlt, die Assistenten werden bezahlt, der Anästhesist wird bezahlt, selbst der Buchhalter, der diese Zahlungen überblickt wird bezahlt. Die einzige Person, die nicht bezahlt wird ist die, die ihr Organ abgibt und einen möglicherweise Lebensgefährlichen Eingriff auf sich nimmt und dabei auch maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass eine andere Person wieder ein normales Leben führen kann. Es erscheint mir absolut unmoralisch, dass wenn sich zwei Personen einig sind, bei denen es für die eine um das Leben, für die andere möglicherweise um die berufliche Existenz geht, der Staat sich einschaltet und es den beiden verbietet einander zu helfen. Die Auswirkungen sind auf der einen Seite lauter Menschen, die keine Organe bekommen und auf der anderen Seite Menschen, die entweder mit einer schlechteren Lösung leben müssen oder tatsächlich so verzweifelt sind, dass sie ihre Organe auf dem Schwarzmarkt verkaufen, dabei wahrscheinlich sehr viel weniger bekommen als versprochen und ein sehr viel größeres Sterberisiko haben, als es bei seriösen, legalen Ärzten der Fall wäre.

    Das ganze würde natürlich nicht alle Probleme aus der Welt schaffen, denn ein Herz kann man sich wohl kaum erkaufen. Zum Thema Opt-Out oder Opt-In ist meine Meinung, dass wenn man ein Opt-Out -System einführt, es wirklich auch einfach sein muss das zu machen. Es darf nicht sein, dass man von einer Behörde zur nächsten rennen muss oder es alle 2 Jahre nochmal bestätigen muss o.ä. Ein System, bei dem das bei der Neuausfertigung des Personalausweises direkt abgefragt wird und dann auch draufsteht (wie es Kolja aus den USA mit dem Führerschein beschreibt) würde ich am besten finden.

    Kleine Anmerkung zum Thema Straftaten im Zusammenhang zur Migration: Die Argumentationsweise zu sagen “von 2016 zu 2017 sind die Straftaten zurückgegangen, also existiert dieses Problem nicht” ist nicht besser als die Leute, die sagen “die globale Temperatur ist von 2016 auf 2017 zurückgegangen, also existiert das Problem der Erderwärmung nicht” (washingtonpost.com/news/capital-weather-gang/wp/2018/04/26/global-temperatures-have-cooled-since-2016-heres-why-thats-normal/?noredirect=on&utm_term=.ebf2fa9178db). Man muss schon den Trend über mehrere Jahre hinweg sich ansehen. Ich weiß nicht, wie diese Statistiken aussehen und was sie aussagen. Es wäre vielleicht ganz interessant das zu hören, wichtiger ist mir aber die Argumentationsweise.

    https://www.kuechenstud.io/lagedernation/2018/09/07/ldn109-chemnitz-organspende-mietpreisbremse-nowitschok-attacke-tuerkei-mesale-tolu/

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  10. LdN106 Einwanderungsgesetz, Fall Sami A., Trump der Antidemokrat | Lage der Nation

    Ich glaube, dass ihr da etwas entscheidendes vergesst. Viele Menschen wollen schlicht nicht, dass Menschen von außerhalb der EU länger hier bleiben als nötig. Gern können Sie ihre Familien mitbringen, aber es sollte kein Automatismus sein, dass Kinder und Familie so wieder arbeiten selbst die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen. Ich denke, dass ihr da den gesellschaftlichen Frieden durch aus außer Acht Lus ich glaube, dass ihr da etwas entscheidendes vergesst. Viele Menschen wollen schlicht nicht, dass Menschen von außerhalb der EU länger hier bleiben als nötig. Gern können Sie ihre Familien mitbringen, aber es sollte kein Automatismus sein, dass Kinder und Familie so wieder arbeiten selbst die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen. Ich denke, dass ihr da den gesellschaftlichen Frieden außer Acht lässt.

    Schön dass Menschen zu uns kommen wollen. Toll dass sie bei uns arbeiten wollen. Trotzdem wird man immer auf die zugewanderten schauen und neidvoll sehen, dass sie es doch vermeintlich einfache haben. Starten sind doch dafür da, dass ein Volk sich seine eigenen Regeln machen kann. Starten sind auch dafür da, dass das Volk seine Kultur selbstständig ausführen kann und eben auch entscheiden kann ob andere Kulturen hinein kommen oder nicht. Mir ist klar, dass ihr nun sagt, dass andere Kulturen bereits da seid sin schön dass Menschen zu uns kommen wollen. Toll dass sie bei uns arbeiten wollen. Trotzdem wird man immer auf die zugewanderten schauen und neidvoll sehen, dass sie es doch vermeintlich einfache haben. Starten sind doch dafür da, dass ein Volk sich seine eigenen Regeln machen kann. Starten sind auch dafür da, dass das Volk seine Kultur selbstständig ausführen kann und eben auch entscheiden kann ob andere Kulturen hinein kommen oder nicht. Mir ist klar, dass ihr nun sagt, dass andere Kulturen bereits da seid sind. Trotzdem bitte ich zu bedenken, dass gerade auch die Gastarbeiter, welche ja einer Gesamt anderen Kultur angehören, nicht die beliebtesten Nachbarn und Mitbürger sind. Sie leben in eigenen vierteln, sie gehen zur eigenen Ärzten, sie gehen zur eigenen Anwälten, Sie können zum Teil nicht richtig deutsch auch in der dritten Generation nicht. Sie wählen Erdogan sie wä trotzdem bitte ich zu bedenken, dass gerade auch die Gastarbeiter, welche ja einer Gesamt anderen Kultur angehören, nicht die beliebtesten Nachbarn und Mitbürger sind. Sie leben in eigenen vierteln, sie gehen zur eigenen Ärzten, sie gehen zur eigenen Anwälten, Sie können zum Teil nicht richtig deutsch auch in der dritten Generation nicht. Sie wählen Erdogan.

    Und in Berlin Neukölln war es vor nicht einmal zehn Jahren (bevor die Studentenflut kam) war es durch aus so, dass dort eine parallel Gesellschaft geherrscht hat. Mittlerweile ist der Verdrängungsprozess so sehr fortgeschritten, dass diese ehemaligen Gastarbeiter (nun irgendwie keine Gäste mehr sondern Gäste die man nicht mehr los wird und auch beim dritten auffordern sich noch ein Bier aus dem Kasten nehmen) in andere Bezirke aus diffundieren. Dort werden sie nun sichtbarer. Dort ist die Mehrheitsbevölkerung nicht unbedingt positiv gestimmt, Sie sehen das kritisc und in Berlin Neukölln war es vor nicht einmal zehn Jahren (bevor die Studentenflut kam) war es durch aus so, dass dort eine parallel Gesellschaft geherrscht hat. Mittlerweile ist der Verdrängungsprozess so sehr fortgeschritten, dass diese ehemaligen Gastarbeiter (nun irgendwie keine Gäste mehr sondern Gäste die man nicht mehr los wird und auch beim dritten auffordern sich noch ein Bier aus dem Kasten nehmen) in andere Bezirke aus diffundieren. Dort werden sie nun sichtbarer. Dort ist die Mehrheitsbevölkerung nicht unbedingt positiv gestimmt, Sie sehen das kritisch, Die Menschen dort kennen das nicht und sehe es kritisch. Man muss und darf einfach auch an erkennen/akzeptieren, dass Menschen andere Menschen einer anderen Kultur nicht in ihrer eigenen Sphäre haben wollen.

    Was in linken und Alternativen Kreisen, vor allem bei sehr Jungen oder eben in urbanen Milieu

    Konsens ist entspricht nicht der Meinung/den Ansichten der breiten Masse. Bitte verlasst eure Filterblase!

    https://www.kuechenstud.io/lagedernation/2018/08/17/ldn106-einwanderungsgesetz-fall-sami-a-trump-der-antidemokrat/

    —Huffduffed by jadeu

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