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  1. Gibson ES-335 – Anerzählt

    #335 – Gibson ES-335

    Als ich Teenager war, dass muss mit 15, 16 gewesen sein, da hatte ich eine Kassette, die hatte mir eine – naja, sagen wir – Schulfreundin gemacht. Aach, ich war ja sooo verliebt. Und auf dieser Kassette waren eine ganze Reihe von ultra coolen Rock-Musikstücken. “I love Rock’n’Roll”, “TNT” und eben auch ein ganz besonderes Musikstück in einer ganz besonderen Fassung. Und da wurde etwas vorweggenommen, was man heute sogar als Podcast abonnieren kann. Der Song Exploder macht genau das, was da in diesem Musikstück gemacht wurde, nämlich Schritt, für Schritt, für Schritt, für Schritt erklären, wie ein bestimmtes Musikstück entstanden ist. Hören wir doch mal rein:

    [Audio aus dem Video s.o.]

    Das ist übrigens ein Musikstück, das von 1984 ist. Damals waren Synthesizer der heiße neue Scheiß.

    [Audio aus dem Video s.o.]

    Und Du musst Dir ein Studio vorstellen, dass mehrere 1.000 Euro gekostet hat – mehrere 10.000 Euro eigentlich. Heute würde man das mit einem billigen Computer machen.

    [Audio aus dem Video s.o.]

    Mit heutigen Ohren hört man praktisch, dass es keine echten sind. Aber damals war das ein völlig neuer Klang.

    [Audio aus dem Video s.o.]

    10.000 Euro. Ist ja süß irgendwie, gell? Heute macht das bei uns Audacity, eine Freeware-Software. Damals wirklich aufwendig und Hall war genau deswegen auch hipp. Jeder, der sich das leisten konnte, hat Hall in seine Musikstücke gepackt.

    Es kommt gerade übrigens wieder als Stilmittel zurück. Hör einfach mal in die aktuellen Charts rein.

    [Audio aus dem Video s.o.]

    Und eigentlich geht es mir um die Gitarre. Und deswegen lassen wir das gerade nochmal ausfaden und hören kurz in die Gitarre rein.

    [Audio aus dem Video s.o.]

    Das, meine Lieben, ist nämlich nicht einfach nur irgendeine Gitarre. Das ist der Themananker für heute und das ist außerdem auch noch ein Themenanker mit einem Themenpaten, nämlich @drazraeltod, der bei mir sofort dieses Lied hervorgerufen hat, als er vorgeschlagen hat, heute über die Gibson ES-335 zu sprechen. Die Gibson ES-335 wurde in einer ganzen Bandbreite von Varianten gebaut und ist gewissermaßen eine Kult E-Gitarre, die in sehr berühmten Händen, sehr großartige Musik geschaffen hat.

    Ihre Spezialität: Sie klingt eben nicht zu metallisch, zu technisch, sondern sie hat einen, wie Wikipedia weiß, warmen, dichten Klang, der ganz leicht holzig wäre im Ton. Das ist so ein bisschen wie Weinkenner, die praktisch den 3/4 Viktualienmarkt aus einem Wein raus riechen können. Aber als vollkommener Gitarren-Laie muss ich schon zugeben: Sie klingt einfach schön.

    Bis bald.

    https://anerzaehlt.net/gibson-es-335/

    —Huffduffed by geni256

  2. Roland TB-303 – ACID – Anerzählt

    #303 – Roland TB-303 – ACID

    @drazraeltod auf Twitter hat auch heute ein Thema beigesteuert. Und zwar spreche ich heute über den Roland TB-303, einen Synthesizer, der 1982 von dem Unternehmen Roland auf den Markt gebracht auf den Markt gebracht wurde und eigentlich eine Art Drumcomputer sein sollte.

    Entwickelt hatte das Gerät der Japaner Tadao Kikumoto. Wie gesagt, eigentlich als Drummaschine konzipiert, sollte das Gerät Sologitarristen begleiten. Da hätte man eben eine Schlagzeug- und Bassbegleitung bauen können. Jetzt kann man über den Roland TB-303 eine Menge sagen, aber dass er wie ein Schlagzeug klingt, das kann man jetzt nun wirklich nicht behaupten.

    Und so war das Gerät ein Flop, lag im Regal wie Blei. Am Anfang für 730 DM angeboten, wurde es dann zum Schluss, 1984, nicht mehr produziert und letztlich dann für weniger als 200 DM verschleudert.

    Der Klang dieser Musik ist uns heute sehr vertraut und das liegt an dem US-Musik Nathan Jones, der unter dem Synonym DJ Pierre und Phuture 1985 das erste sogenannte ACID Tracks Album der Musikgeschichte herausbrachte. Ein 12 Minuten langes Stück, das auf dem Klang des 303 basierte.

    Tja und was früher mal für 200 Mark verschleudert wurde, weil es ansonsten wie Blei im Regal gelegen hätte, das kann man heute zu einem Gebrauchtpreis von locker über 4.000 bis 5.000 Euro kaufen. Und neue originalverpackte Geräte ohne Gebrauchsspuren, die werden nur noch unter Sammlern gehandelt.

    Ja, auch heute ist es kaum vorstellbar, Musik im Technoumfeld zu produzieren, ohne den klassischen bekannten Klang des TB-303 zu verwenden. Die Musikrichtung, die damals Acid oder Acid Techno genannt wurde, die ist heute längst Mainstream. Deswegen hat Roland inzwischen auch eine Nachbauversion des Geräts auf den Markt gebracht. 2014 kam eine modernisierte Nachbildung auf den Markt, die den urspünglich mal falschen Klang haargenau mit ins Detail nachbildet.  

    Bis bald.

    https://anerzaehlt.net/roland-tb-303-acid/

    —Huffduffed by geni256

  3. Oury Jalloh - die widersprüchlichen Wahrheiten eines Todesfalls | preisgekrönte Dokumentation von Margot Overath | MDR.DE

    2005 verbrannte Asylbewerber Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Nun gibt es möglicherweise eine Wende. Die Dokumentation zeigte schon 2014 Widersprüche bei den Ermittlungen.

    https://www.mdr.de/kultur/podcast/feature/audio1363128.html

    —Huffduffed by geni256