Seit es Computer gibt, gibt es Hacker. Computerfreaks, die in fremde Computersysteme eindringen. Manche tun dies, um auf Sicherheitsmängel hinzuweisen, andere, um Schaden anzurichten. Manche sehen sich auch als eine Art Widerstandskämpfer.
In der öffentlichen Wahrnehmung galten Hacker lange Jahre als nachtaktive Nerds, die illegal in Computersysteme von Banken oder Ministerien eindrangen. Mittlerweile aber ist der Hacker zum Popstar der digitalen Kultur geworden. Hacken ist in. Junge Programmierer modifizieren Videospiele und Mitglieder des Chaos Computer Clubs beraten das Bundesverfassungsgericht.
Der aus den 1950er Jahren stammende Begriff hat zwischenzeitlich eine mehrfache Wandlung erfahren. Anfangs waren Hacker Funkamateure, die ihre Geräte modifizierten. Ihnen folgten Mitarbeiter des MIT in Massachusetts, die den Begriff des Hackens übernahmen, um Computerprogramme oder – bauteile experimentell weiterzuentwickeln. Mit der Verbreitung des Personal Computers tauchten dann immer neue Variationen des Hackers auf.
Was ist ein Hacker?
Es geht um die Optimierung von Hardware, das Modifizieren von Telefonanschlüssen, die subversive Beschäftigung mit Software oder das illegale Eindringen in weltweite Computersysteme. Mittlerweile aber wird der ehemals ominöse Hacker zu einem wichtigen Experten und Berater in einer zunehmend von Technologie dominierten Welt.
Hacken scheint zur Kulturtechnik zu werden. Im Essener Museum Folkwang läuft derzeit eine Ausstellung zum Thema: Ausgewählte Künstler hacken das System Stadt und modifizieren den öffentlichen Raum. Auch im Kontext zahlreicher Wissenschaften treten Hacker auf. Im neuen Feld der synthetischen Biologie etwa konkurrieren plötzlich akademische Forscher mit Biohackern um Wissen und Methoden.
Bleibt die Frage, wer und was ein Hacker heute ist? Welche Aufgaben kann und sollte er wahrnehmen? Und wie wird sich das Hacken künftig verändern? Gibt es so etwas wie ein gemansames “Hackerethos”? Und werden Schulkinder künftig in Hacking unterrichtet werden?
okej / collective / tags / digitalkultur
Tagged with “digitalkultur”
(8)
-
DRadio Wissen über Hacker: Robin Hood im Netz
-
netzpolitik.org | NPP097: Wochenschau der Kalenderwoche 33, 2010
Der Netzpolitik-Podcast Folge 097 ist die netzpolitische Wochenschau für die Kalenderwoche 33. Wir kommentieren und erklären die Highlights der vergangenen Woche und geben etwas Einblicke in die Hintergründe der Geschichten. Der Podcast ist als MP3 und OGG online und das sind die Themen:
Umfrage zeigt gesellschaftliche Akzeptanz für Open-Data
Neue Propaganda für Netz-Sperren Internet-Meldestellen: Kleiner Fehler, große Wirkung Da schau an: Das BKA kann doch löschen!
Streetview Sommertheater
Dialog Internet: Bundesregierung lädt ein zum Remix-Wettbewerb
Streisand-Effekt: Loveparade: Stadt Duisburg untersagt Blog Veröffentlichung von Dokumenten
Abhören mit Skype
Die Bundeswehr ist auf Flickr
Wobei wir sicherlich das eine oder andere wichtige Themen aus Zeitgründen noch vergessen haben.
-
NPP096: Netzpolitische Wochenschau KW 29-31 : netzpolitik.org
Der Netzpolitik-Podcast Folge 096 ist die die Netzpolitische Wochenschau für die letzten drei Wochen. Entgegen der Annahme, dass Sommerpause ist, ist dann doch mehr passiert als wir dachten und so ist wieder eine Stunde Podcast mit dem Überblick über die wichtigsten Meldungen dabei rausgekommen. Wahlweise gibt es die Folge als MP3 oder als OGG.
Und das sind die Themen:
Wikileaks
Liquid-Feedback vor Start bei der Piratenpartei
Piraten-Vorstand verschiebt Liquid-Democracy-Start
Gerücht: USA: Google will Verizon Schnellstraßen abkaufen.
Streit um das Leistungsschutzrecht für Presseverlage
Meinungsunterschiede zum Urheberrecht in grüner Europa-Fraktion
Vorratsdatenspeicherung in 6 EU-Staaten nicht umgesetzt
Linz will Open-Commons-Region werden
Archiv von Tagesschau.de zwischen 1999-2010
Tagesschau.de mit OGG-Theora-Videos
Verdachtsunabhängige Videoüberwachung von Demos in Berlin rechtswidrig
2,8 GB Facebook-Datensätze als Torrent
Unsere Flattr-Einnahmen im Juli
NPP095: Peter Sunde über Flattr
Termine:
Di: 6 Jahre netzpolitik.org
all2together now camp & conference
September; Freiheit statt Angst 2010, Berlin
Sept Enquete, Berlin
14-18 Sept. IGF Litauen
25 + 26 Sept Wikipedia-Konferenz: Ein Kritischer Standpunkt, Leipzig
DW Young Media Summit
8.-10. Free Culture Conference, Berlin
16 + 17 Okt. Datenspuren 2010 – Mind the Gap
-
NPP095: Peter Sunde über Flattr : netzpolitik.org
Wir hatten heute Peter Sunde von Flattr zu Besuch im Büro und haben einen Netzpolitik-Podcast aufgezeichnet. Im Vorfeld hatten wir über Twitter gefragt, welche Fragen wir noch stellen sollten. Dabei sind eine Menge Fragen eingegangen, die wir im Interview auch genutzt haben. In dem Gespräch geht es nur um Flattr, was die Idee ist, wie die Firma entstand und wie Flattr heute genutzt wird. Die Idee von Flattr entstand schon vor einigen Jahren. Peter Sunde bastelte bereits um 2005 ein System, was im vergangenen Jahr als Basis von flattr.com genutzt wurde, aber letztendlich wurde das System in den vergangenen Monaten vollkommen neu programmiert.
Im Moment gibt es rund 25.000 Nutzer in der Closed-beta. Eine offene Beta-Version war ursprünglich für Juni geplant, aber Peter sieht jetzt realistisch eher “Ende des Sommers” an. Die meisten Nutzer kommen aus Deutschland. Warum das so ist, kann man im Moment nur spekulieren, was wir dann auch tun. Sicherlich spielt es eine Rolle, dass viele bekannte Blogs früh eingestiegen sind und ersten Zeitungen wie freitag.de und taz.de selbstständig ohne Rückfrage bei Flattr den Dienst einsetzen.
In dem Gespräch unterhalten wir uns auch darüber, welche Daten Flattr erhebt und speichert (Nicht viele), wie die oft vorgebrachten Datenschutz-Bedenken bei der Weiterentwicklung berücksichtigt werden und was mit unseren Daten passiert, wenn Flattr mal weiterverkauft wird. Und welche Payment-Systeme noch geplant sind. Banküberweisungen sind zumindest eingeplant. Den Grund für 10% Transaktionskosten bei einer Flattr-Nutzung erklärt Peter auch: Das sei vor allem psychologischen Gründen geschuldet. Von 10% könnte man einfacher runtergehen als mit wenig zu starten und die Kosten später erhöhen zu müssen. Eine Herabsetzung sei geplant, ein konkretes Datum wollte Peter aber leider nicht nennen.
Interessante News: Die Hälfte der Ausgaben bei Flattr wurden bisher in Rechtsanwälte gesteckt, um die unterschiedlichen Rechtssysteme berücksichtigen. Im Moment beschäftigt Flattr sechs Vollzeit-Kräfte in Malmö (Schweden), dort würde man auch sofort weitere zehn PHP-Programmierer einstellen.
Dies und noch viel mehr gibt es in 45 Minuten Netzpolitik-Podcast Folge 095 und das Gespräch liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
-
netzpolitik.org | NPP089: Netzpolitische Wochenschau KW 20 + 21
Der Netzpolitik-Podcast Folge 089 ist die Netzpolitische Wochenschau auf die vergangenen beiden Kalenderwochen 20 und 21. Wie immer gibt es in der Wochenschau die Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse und Hintergründe zu den Geschichten der Woche. Die Folge 089 ist rund 50 Minuten lang steht als MP3 und OGG auf dem Server.
Und das sind die Themen:
Bericht von der Klausur-Tagung der Enquete-Kommission CDU Medienpolitiker: JMStV soll zurückgestellt werden Experiment des AK Zensur: Webseiten nach dem JMStV bewerten Schleswig-Holstein will Netzsperren Netzsperren in Schleswig-Holstein: Dementi vs. Originalquelle Smile29.eu: Mit der KiPo-Keule gegen Google? Quit Facebook Day am 31. Mai Netzpolitik-Fanpage bei Facebook Diaspora Bundestag diskutierte “Bekämpfung sexuellen Missbrauch im Internet” EU-Kommission präsentiert Digitale Agenda Frankreich: Sollen Blogger anonym bleiben? Tauss-Urteil: 15 Monate auf Bewährung, Verteidigung will Revision einlegen Flattr und Finanzierungswege Ausblick: Montag um 16 Uhr ist eine Podiumsdiskussion zu Netzpolitik an der Uni Saarbrücken. -
Demokratie 2.0 – Wie die Internetgeneration Politik macht
Die junge Generation, die mit Internet und Digitaltechnik aufgewachsen ist, sieht immer mehr ihren Lebensraum bedroht. Nun nutzt sie die Möglichkeiten der digitalen Welt, sich zu vernetzen und für Freiheit und Offenheit in diesem Lebensraum zu kämpfen.
-
Habermas 2.0 – Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter : netzpolitik.org
Enthusiasten wie Chris Anderson, Tim O’Reilly und vor allem: die Benutzer haben es geprägt, das “Web 2.0″ und um diesen Sammelbegriff drehen sich immer noch zahlreiche Mythen, Wünsche und Fragen. Welche Regeln gelten? Kann und soll sich Kommunikation im Internet überhaupt steuern lassen? Viktor Mayer-Schönberger ist “Direktor Information + Innovation Policy Research Centre” an der National University of Singapore und hat vergangene Woche in Berlin einen Vortrag gehalten mit dem bescheidenen Titel “Habermas 2.0 – Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter”. Vera Linß hat sich im Anschluss mit dem Querdenker unterhalten.
-
WDR1 Live Hörspiel: Captain Crunch
Laut New York Times zählt er zu den berühmtesten Hackern der Welt. John T. Draper alias Captain Crunch ist eine lebende Legende. Mit einer Spielzeugpfeife, die er in seiner Müslipackung (“Cap’n Crunch”) fand, manipulierte er in den 70er Jahren das weltweite Telefonnetz. Durch das von ihm entdeckte Verfahren, das in Hackerkreisen als “Blue Boxing” bekannt ist, wurde der Grundstein einer neuen Hackersubkultur gelegt. Auf seiner unglaublichen Reise traf er früh auf Steve Wozniak und Steve Jobs, die Gründer von Apple – eine Begegnung, deren Konsequenz über Jahrzehnte ein gut gehütetes Firmengeheimnis war … John T. Draper lebt inzwischen verarmt in einer 15 qm-Wohnung in Los Angeles. Die Plan B Soundstory erzählt seine Geschichte und lässt ihn selbst zu Wort kommen.
