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Das Phänomen Steve Jobs
Der Tod des Gründers eines IT-Konzerns hat noch nie für solch eine öffentliche Bestürzung und Anteilnahme gesorgt: Als Steve Jobs am 05. Oktober 2011 starb, ging eine Welle der Trauer durch die digitale Welt.
Wie sehr Steve Jobs mit seinen Ideen und von ihm voran getriebenen Produkten den digitalen Wandel von Millionen von Kunden geprägt hat, wird erst künftig durch sein Fehlen deutlich. Doch was steckt hinter dem Phänomen Steve Jobs und welchen Einfluss haben Jobs’ Ideen tatsächlich auf unseren Alltag?
Steve Jobs, Mister Massenmarkt!
Fest steht: Wie kein anderer hat es Steve Jobs geschafft, ganze Branchen in Bedrängnis zu bringen, indem er seine Produkte für den Massenmarkt tauglich machte. Apple präsentierte weder den ersten Computer, den ersten MP3-Player, das erste Smartphone, noch das erste Tablet. Ein oft beneidetes Design, einfache Benutzerführung und geschicktes Marketing haben die Produkte im Massenmarkt aber erfolgreich gemacht.
Doch was hätte Steve Jobs noch alles erreichen könnte, wäre er nicht schon im Alter von 56 Jahren gestorben? Das fragte sich in der vorigen Woche Timo Hetzel in seinem Podcast Bits und So, in dem er mit seinen Kollegen Woche für Woche die Apple-Welt und die Arbeit von Steve Jobs begleitet.
Der Mann, der polarisierte
Jobs’ Wirken ist nicht unumstritten. Geschäftspartner kritisieren Jobs harten Umgang mit ihnen. Medienhäuser werfen Apple vor, die Inhalte zu stark zu kontrollieren. Eine Woche bevor die offizielle Steve Jobs Biographie in den Verkauf geht macht ein Zitat von Jobs Schlagzeilen: "Wenn es sein muss, werde ich meinen letzten Atemzug dafür verwenden und jeden Penny von Apples 40 Milliarden Dollar bei der Bank, um dieses Unrecht zu korrigieren. Ich werde Android vernichten, weil es ein gestohlenes Produkt ist“, wird Jobs zitiert.
Über den Konkurrenzkampf zwischen Apples Betriebssystem iOS und Googles Android-System reden wir mit Igor Schwarzmann. "Apple hat sich das derzeit beste Ökosystem aus Hard- und Software geschaffen, das heißt aber nicht, dass es nicht fehlerfrei ist“, so der Chef der Agentur Third Wave Berlin.
Kundenkritik
Auch von Kundenseite gibt es immer öfter Kritik: "Was früher cool war, wird zum Inbegriff des Uncoolen. Was jeder hat, taugt nicht länger zum Abgrenzen. Das wertvollste Unternehmen der Welt produziert, was alle wertvollsten Unternehmen produziert haben: seelenlosen Krempel. Apple ist wie Sushi - einst exklusiv, heute Arschgeweih“, schreibt Publizist Hajo Schumacher auf Spiegel Online.
